Philosophieren, Tratschen & Flirten – das Kaffeehaus ist der Ort in Österreich, um beim Kaffee Partner und Gleichgesinnte zu finden

Philosophieren, Tratschen, Flirten im Kaffeehaus
Beim Kaffee den Partner fürs Leben treffen oder zusammen philosophieren: In Österreich´s Kaffeehäusern ist vieles möglich.eröffnet.

Ob Kapuziner, Mocca, kleiner Brauner,  oder Einspänner – eine Vielzahl von Kaffeevariationen gehen auf eine von Legenden umrankte Geschichte der Wiener Kaffeehauskultur zurück.

Die Historie des Kaffees führt uns in die arabische Welt. Viele hundert Jahre diente die Kaffeepflanze ausschließlich als Heilmittel in der Medizin. Erst im 15. Jahrhundert wurde die Kaffeebohne geröstet und zu einem Getränk weiterverarbeitet.

Neugierig auf das schwarze Gold des Orients orderten die ersten Europäer im Jahre 1645 die Bohnen und der Siegeszug des Kaffees begann. 38 Jahre später wurde in Wien das erste Kaffeehaus eröffnet.

Eine weitere Legende besagt, dass der Kaffee eine Hinterlassenschaft des plötzlichen Abzugs der Osmanen und seiner Partner aus Österreich nach der erfolglosen Belagerung Wiens im Jahre 1683 ist.

Ob nun die eine oder andere Historie wirklich der Weg des Kaffees in das Land der Berge und Seen ist, kann niemand wirklich beantworten. Es stellt sich vielmehr die Frage, was wäre die österreichische Metropole ohne Kaffee?

Die bis dato ausschließlich Männern vorbehaltenen Kaffeehäuser boten nicht wie heute üblich Kaffeespezialitäten mit verschiedenen Namen an, der Individualität damaliger Kaffeeliebhaber waren keine Grenzen gesetzt. Der erst im Café geröstete Kaffee wurde mithilfe einer Farbskala ausgewählt und entsprechend des Kundenwunsches veredelt. Noch heute ist der Begriff des Kaffeesieders als Wiener Kaffeehaus-Besitzer geläufig.

In Österreich spricht man von der Geburtsstunde der Literaten- Cafés. Kaffeehäuser waren sowohl Lebens- als auch Arbeitsstätte der Intellektuellenszene und somit Treffpunkt für Maler, Schriftsteller oder Künstler. Erst im Jahre 1856 wurde den Damen der Wiener Gesellschaft der Besuch gestattet und die Chancen stiegen, einen gleichgesinnten Partner bei einem Kaffee in Österreich kennenzulernen.

Die Anzahl der Kaffeehäuser stieg rasant an. 1819 verzeichnete die österreichische Hauptstadt bereits 150 Kaffeehäuser. Um 1900 stieg die Anzahl auf über 600. Österreich entwickelte sich zu einem wahren Partner des Kaffeegenusses.

Zurückzuführen auf den zweiten Weltkrieg und die entstandene Wirtschaftskrise verschwanden die Kaffeehäuser nach und nach aus dem Stadtbild der Metropole.

Seit einigen Jahren wird die Kaffeehaus-Kultur auch in Wien wieder gelebt und die Cafés kehren in die österreichische Hauptstadt zurück. Noch heute ist das Flair der Vergangenheit in Wien zu spüren und aufregende Gespräche über Gott und die Welt werden praktiziert.

Wer nicht bis zur nächsten Städtereise in die Metropole der Kaffeehaus-Kultur warten möchte, der versucht sich an der Zubereitung eines Alt-Wiener Kaffeelikörs.

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