Blue Bottle Coffee und Starbucks sind keine Kaffee Partner sondern Konkurrenz

Kaffee-News: Ist Blue Bottle Coffee der Starbucks-Killer?

Kaffee ist und bleibt ein In-Getränk, egal ob klassischer Kaffee, Espresso, Latte Macchiato, Cappuccino oder die eigenwilligen Kreationen wie Caramel Cream Frappuccino® blended beverage, oder Java Chip Light Frappuccino® blended beverage. Gefühlt sprießen an allen Ecken neue Coffee Shops aus dem Boden. Gefühlt fast ausschließlich Starbucks-Cafés. Im Jahr 2014 gab es weltweit 21.366 Starbucks-Coffee Shops, Filialen und Franchisegeschäfte. Bei dieser beachtlichen Zahl mag man gar nicht vermuten, dass sich das Konzept dieser Marke auf einem absteigenden Ast befindet. Böse Zungen behaupten, dass Starbucks schon längst „out“ ist. Gut diese Info muss sich erst noch beim Rest der Welt rumsprechen. Nun bekommen sie auch noch ernsthafte Konkurrenz. Der Name lautet Blue Bottle Coffee.

Wie so oft schwappen neue Food-Trends von Amerika zu uns nach Deutschland. Und wer aktuell dort etwas auf sich hält, der ernährt sich gesund und vermeidet Junk-Food. Organic- und Bio-Lebensmittel sind mittlerweile etablierte Statussymbole derer, die es sich leisten können. In San Francisco ist das Blue Bottle Coffee zu einem echten Hotspot geworden. Doch was ist dort so besonders?

Blue Bottle Promi-Kaffee-Investoren

Fangen wir bei den Kaffee-Investoren an. Auf der nicht gerade kurzen Liste von Investoren sind unter anderem Evan William (Twitter-Gründer), Bono (U2-Sänger), Tony Hawk (Profi-Skater), Jared Leto (Schauspieler), Matt Mullenweg (WordPress-Gründer) und noch viele weitere namhafte Personen, Gruppen und Unternehmen. Eine schier unglaubliche Summe von nicht weniger als 115 Millionen US-Dollar wurden in Blue Bottle Coffee investiert.

Standorte

In Oakland wurde die Kaffee-Marke schon im Jahr 2002, von dem Musiker James Freeman gegründet. Natürlich noch nicht im ganz großen Stil mit mehreren Filialen, sondern auf dem Marktplatz. Doch die Filialen ließen nicht ewig auf sich warten. 19 Blue Bottle Cafés gibt es mittlerweile. Und auch die Standorte können sich wahrlich sehen lassen – natürlich immer in den hippen und angesagtesten Stadtteilen und Gegenden. Da wären somit acht Filialen in San Francisco, sieben New Yorker Filialen und sowohl zwei in Los Angeles und Tokio. Der von den Investoren geleistete Betrag bietet natürlich noch einen großen Spielraum, für einige weitere Dépendancen rund um den Globus. Leider ist noch nicht bekannt, in welche Städte als Nächstes expandiert wird. Es fehlen natürlich noch die für uns greifbareren Städte Berlin, London, Mailand und Paris.

Das Blue Bottle Erfolgsgeheimnis

Ganz traditionell wird der Kaffee in großen Glaskolben aufgebrüht. Die Kaffeezubereitung wird dadurch entschleunigt und bekommt wieder den klassischen Handmade-Charakter. Dazu gibt es wie in vielen Cafés auch Waffeln und Kekse. Das wirklich Entscheidende ist jedoch das Branding und die Vermarktung. Denn als Nicht-Kaffee-Spezialist erkennt man geschmacklich kaum einen Unterschied zu den erstklassigen Kaffees, welche aus frisch gemahlenen Bohnen in einem Profi-Vollautomaten zubereitet werden. Wie auch ein Teil der Investoren, sind auch die Konsumenten sehr Technik-Affin. Der Fokus liegt auf hochwertigen Produkten, bei denen der Preis nebensächlich ist. Ganz an den typischen Mainstream-Produkten kommt aber auch Blue Bottle nicht vorbei. Ein gut bestücktes Repertoire an Merchandising-Artikeln steht für die Konsumenten bereit. Jutebeutel, Kaffeebecher, Mützen und Co., allesamt mit der blauen Flasche gebrandet runden das Konzept ab. Die Investoren wollen ja schließlich nicht nur ihr Geld in die Marke stecken, sondern auch welches durch sie erwirtschaften.