Was ist eigentlich ein „God-Shot“ ?

Der "God-Shot" - viel gesucht, selten genossen
Der „God-Shot“ – viel gesucht, selten genossen

Wer sich etwas tiefer in die Barista-Materie von Espresso und Co. reinbegibt, wird den Begriff schon einmal gehört haben: der God-Shot.

Doch was ist damit eigentlich gemeint?

Der God-Shot bezeichnet den ultimativen Espresso. „Ein Espresso, der so gut ist, dass Gott ihn selbst gemacht haben könnte“ – so liest man es in diversen Stellen des www’s. Somit stellt der God-Shot die Suche nach dem heiligen Gral des Espresso-Trinkers dar.

Mark Prince, Autor, Blogger und Kaffee-Kenner, behauptet, nach mehreren Tausend guten Espresso-Shots nicht mehr als 30-40 God-Shots genossen zu haben (Quelle: http://coffeegeek.com/opinions/coffeeatthemoment/11-12-2002).

Das Problem ist – ähnlich wie z.B. mit der Suche nach der perfekten Welle beim Surfen – die ständig steigenden Ansprüche. Wer einmal einen perfekten God-Shot genossen hat, sucht anschließend nach einem besseren.

Eine Anleitung für die Zubereitung eines God-Shots

Wenn dies doch nur so einfach wäre… auf der Suche nach der perfekten Kaffee-Erfahrung bleibt die suche unerlässlich. Denn ein Patentrezept zur Zubereitung eines God-Shots gibt es nicht. „Mach alles richtig, und hoffe das Beste.“, sagt Mark Prince auf seinem Blog coffeegeek.com.

Trotzdem einige gesammelte Weisheiten und Erklärungen, die allgemein für die Zubereitung eines God-Shots gelten:

  • Der God-Shot ist ein doppelter Ristretto
  • Schon der „Look and Feel“ beim Einfließen in die Tasse sollte besonders sein
  • Farbnote: dunkle rostrote Farbe, mit Tigerstreifenähnlichen Anteilen
  • Von Anfang bis Ende ist der Espresso beim Einfließen mit Crèma versetzt
  • Nach dem Setzen zeigt sich der Espresso dunkel-schwarz
  • Intensiver Aromen schon beim ersten riechen am Espresso, nochmals verstärkt nach dem ersten Rühren
  • Beim Geschmack zeigen sich milde Bitternoten und Süßanteile
  • Auf der Zungen entstehen optimale Geschmacks-Empfindungen in einer ausbalancierten Mischung aus bitter, süß, sauer und scharf, die sich stets komplementär ergänzen

Fazit: Der God-Shot lässt sich wohl schlecht und nur unzutreffend mit Worten und Zubereitungsschritten beschreiben. Man muss ihn schmecken. Eingie ist sich die Netz-Community nur bei einem: Wer einen God-Shot serviert bekommt, wird es schmecken. Und nach dem nächsten dürsten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.