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Deconstructed Coffee – wenn Hipster zu weit gehen

Die Welt hat einen neuen Kaffee-Trend, oder wenigstens eine neue Erfindung, die das Zeug dazu hat. Die Rede ist von dem sogenannten Deconstructed Coffee, der anders als die Trends üblicherweise nicht aus den USA, sondern auch Australien stammt – und hier aus der bekannten Kaffee-Metropole Melbourne. Was hat es mit dem Deconstructed Coffee also auf sich?

 

Was erwartet mich bei dem Deconstructed Coffee?

 

Die Welt erfuhr von dem neuen Trend durch die Schriftstellerin Jamila Rizvi, die im Juni zu Besuch in der australischen Stadt Melbourne war. Wie Rizvi berichtet, bestellte sie in einem – wie sie dachte – ganz normalen Café einen Kaffee. Ihr Fehler scheint wohl gewesen zu sein, dass sie vorher nicht auf die Speisekarte geschaut hat, sondern davon ausging, einen ganz normalen Kaffee serviert zu bekommen. Das bedeutet: Kaffee mit Milch vermischt (denn sie bestellte einen Milchkaffee) in einer größeren Tasse oder auch Schale.

Doch ihre Erwartungen wurden enttäuscht: Was sie stattdessen bekam, sollte in den sozialen Netzwerken bald einen Sturm von Kommentaren auslösen: Der Deconstructed Coffee. Was das genau ist? Wie der Name vermuten lässt, wurde der bestellte Milchkaffee dazu dekonstruiert. Klingt verdammt hip, oder? Ob es das allerdings ist, darüber kann man streiten. Denn Jamila Rizvi bekam drei Becher, die uns an den Schulunterricht in Chemie erinnern, auf einem simplen Holztablett serviert. Abgerundet wurde das ganze noch durch einen sehr langstieligen Löffel, der vor den drei Bechern lag. Doch nun zu dem interessanten Part: In den drei Bechern waren jeweils die einzelnen Komponenten für einen Milchkaffee: Warme, aufgeschäumte Milch in Becherchen Nummer 1, heißes Wasser in Becher Nummer 2 und zu guter Letzt ein Espresso in Becher Nummer 3. Das ist er also, der Deconstructed Coffee. Da Rizvi nun nicht recht wusste, was sie mit diesem „Kaffee“ anfangen soll, bestellte sie sich eine große Tasse. In der Hoffnung, die einzelnen Komponenten des Kaffees so vermischen und danach ihren Milchkaffee trinken zu können. Leider  wie sie berichtet – kam jedoch die Tasse auch nach 20 Minuten noch nicht…

Wie das Netz auf den Deconstucted Coffee reagiert hat

Verblüfft über die Art und Weise, wie sie ihren Kaffee trinken sollte, machte Jamila Rizvi ein Foto von ihrem Deconstructed Coffee und teilte es auf Facebook. Die Reaktion war überwältigend: Auf über 21.000 und mehr als 2 Millionen Views brachte es ihr Post innerhalb der ersten 48 Stunden. Die Meinungen zu dieser Art von Kaffee sind jedoch geteilt. Einige Kommentatoren auf Facebook stellten die Frage, wozu man dann überhaupt einen Barista brauche, wenn man sich den Kaffee ohnehin selbst zubereiten müsse, andere teilten Fotos, auf denen sie ihren ganz persönlichen Decontructed Coffee nachstellten: Eine Flasche Milch, ein Wasserkocher und Kaffeepulver. Wieder andere waren von der Idee jedoch ganz angetan, denn so habe man die Möglichkeit, sich seinen Kaffee genau so stark oder schwach zu mischen, wie man eben möchte.

Bleibt abzuwarten, ob sich der Decontructed Coffee tatsächlich durchsetzt oder ob es nur eine kurze Erscheinung unter Hipstern – oder solchen, die es mal werden wollen – bleibt.

Bildnachweis: © kittipod raemwanith – shutterstock.com

2 Gedanken zu „Deconstructed Coffee – wenn Hipster zu weit gehen

  1. Hallo,

    super Seite über Kaffee lese mich hier gerade in die einzelnen Artikel ein und bin begeistert!

    Macht weiter so!

    Gruß

    Peter

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